Jeder Zehnte in der Weihnachtszeit und der Schuldenfalle



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  1. RUND 1000 EURO NUR FÜR GESCHENKE Jeder Zehnte zu Weihnachten in der Schuldenfalle!

30.11.2020 - 16:23 Uhr

 

Geschenkeflut unter dem Tannenbaum – auch im Corona-Jahr 2020 wird das wieder so seinFoto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Die Corona-Zeit ist für die meisten Menschen in Deutschland offensichtlich nicht gleichzeitig eine Zeit des Sparens, obwohl die meisten Möglichkeiten zum Geldausgeben eingeschränkt sind – zumindest wenn es um Weihnachten geht.

Mit 57,3 Prozent geben über die Hälfte der Bundesbürger dieses Jahr bis zu 1000 Euro für Geschenke aus. Jeder Zehnte (8,7 Millionen) verschuldet sich dafür sogar.

Das geht aus Zahlen des Handelsverbands Deutschland und dem Kreditportal Smava hervor.

Demnach rechnet der Handel 2020 mit einem Umsatz von 104 Milliarden Euro – immerhin 1,2 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. 

11,4 Prozent beziehungsweise 7,9 Millionen setzt sich nicht einmal ein Kosten-Limit! 

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Achtung, Schuldenfalle!

Was die Beschenkten freut, kann für die Schenkenden zum echten Problem werden. 

8,7 Millionen Weihnachtsmänner und -frauen (12,5 Prozent) finanzieren die Festtags-Ausgaben in diesem Jahr ganz oder teilweise über den Dispo. 

UND: Bis das Konto wieder ausgeglichen ist, zahlen Disponutzer im Schnitt knapp zehn Prozent Zinsen. 

„Je stärker und länger das Konto überzogen wird, desto eher sollten Disponutzer zu einer günstigeren Finanzierungsmöglichkeit wie beispielsweise einem Ratenkredit wechseln. Dieser ist im Schnitt knapp 40 Prozent günstiger als ein Dispokredit“, sagt Alexander Artopé, smava-Geschäftsführer.

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Rund die Hälfte der Disponutzer (52,7 Prozent beziehungsweise 11,7 Millionen) kann ihr Konto innerhalb eines Monats ausgleichen. Dadurch bleiben die entstehenden Dispozinsen überschaubar. 

Jeder vierte Disponutzer (25,4 Prozent beziehungsweise 5,6 Millionen) nutzt den Dispokredit jedoch länger als einen Monat, teilweise für bis zu zwölf Monate. Jeder Zehnte (9,7 Prozent beziehungsweise 2,2 Millionen) braucht sogar mehr als zwölf Monate, um das Konto auszugleichen. 

Fast jeder zweite Disponutzer (42,2 Prozent beziehungsweise 9,4 Millionen) hält es für möglich, dass sich die Rückzahlung durch ungeplante Ausgaben, etwa für eine Autoreparatur oder die Anschaffung eines neuen Haushaltsgeräts, verzögert.



 

 

 

 
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