Hier ein Bericht über Kaufsucht, mit englischem Kommentar.

http://www.onlinefootage.tv/video/show/id/10244

 

 Übernommenaus ..Stern .Ausgabe08/2008

http://www.stern.de/wissen/mensch/verhaltenssuechte-wenn-das-verlangen-ausser-kontrolle-geraet-612183.html

"Verhaltenssüchte" Wenn das Verlangen außer Kontrolle gerät

 Jedes Schaufenster wareine Versuchung: Blusen, Kleider, Schuhe, schöne Dosen, edle Cremes - soverlockend dekoriert, dass es kaum auszuhalten war. Schwitzige Hände hatSieglinde Zimmer-Fiene bekommen, wenn sie weitergehen wollte, und ihr Herzpochte wild, und natürlich ist sie doch in den Laden und auch in den nächstenund übernächsten. Wie eine Melodie schwebten die schmeichelnden Worte derVerkäuferinnen in ihre Ohren, lullten sie ein, jetzt die Kreditkarte und eineUnterschrift, und für Momente gab es kein Morgen und schon gar kein Zurück. "Der Kick beim Kaufen", erinnert sich die 52-jährige Sekretärin, "war einabsolutes Hochgefühl."

 

 

Ein Gefühl, dem Thomas Ehlert*, 39, spätabends am nächsten war. Wenn zwölf, dreizehn, vierzehn Stunden in seiner Marketingagentur hinter ihm lagen. Wenn er wusste, dass er wieder mal alles gewuppt hatte. Er war der Chef, er kam morgens als Erster, ging abends als Letzter. Auch am Wochenende klingelte rund um dieUhr das Telefon, war der Laptop immer in Reichweite. Und trotzdem war da die Angst, es könne nicht genug sein. Das Gefühl, dass ohne ihn nichts gehe."Die Arbeit war meine Droge", gibt er zu. "Der Gedanke an Urlaub machte mich nervös."

Auch Frank Fuller* hockte stundenlang am Computer. Nur an Arbeit konnte er dabei nicht denken. Nicht, solange die Bilder von nackten Brüsten und geöffneten Schenkeln nur ein paar Mausklicks entfernt waren. "Bis zu zehn Stunden saß ich schon vor Sexwebsites und habe mir immer wieder einen runtergeholt",sagt er. Manchmal, bis er wund war. Vor Frauen, die ein Stück Monitor blieben,die fern waren und nah zur gleichen Zeit. Irgendwann drängten Frank Fullers Fantasien auch ins richtige Leben. Es gab Seitensprünge, immer wieder. Neue Frauen, neue Kicks, immer öfter. Eine Frau hat er dabei für immer verloren,seine eigene. Frank Fuller hat seine Ehe zerstört auf der Jagd nachHöhepunkten. "Und die", sagt er, "habe ich dann nicht mal mehr richtig gespürt."

Unwiderstehlicher Reiz

Menschen hängen an der Nadel, an der Kippe oder können nicht aufhören zu saufen. Aber kann man süchtig danach sein, sich die Regale oder den Terminkalender zufüllen, das Hirn mit lüsternen Gedanken zu dopen? Was giert in einem Menschen nach Nachschub, wenn es nicht darum geht, sich etwas einzuverleiben? Wenn einunwiderstehlicher Reiz ihn zwingt, etwas wieder und wieder zu tun? Zum Beispiel kaufen, arbeiten, Sex haben?

In den Diagnosehandbüchern der Experten sucht man den Begriff "Verhaltenssüchte" vergebens. Die Krankheitsklassifizierung der Weltgesundheitsorganisation kennt keine Abhängigkeit ohne Suchtstoff. Was Sieglinde Zimmer-Fiene, Thomas Ehlert und Frank Fuller das Leben auf lange Sicht zur Qual gemacht hat, ordnen Psychiater und Psychologen behelfsweise unter "abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle"beziehungsweise unter "Sexualstörungen ein".

Und viele Wissenschaftler halten das für völlig richtig. Schließlich können selbststarke natürliche Reize nicht annähernd so massiv auf das Gehirn wirken wie Drogen. Wo soll es hinführen, wenn man alles, was zu viel wird, zur Abhängigkeit erklären kann? Zumal die Forschung zu den"Verhaltenssüchten" noch in den Anfängen steckt. Es gibt keine allgemein akzeptierten Definitionen und kaum solide Fallzahlen. Wo etwa fängt krankhaftes Alltagsverhalten überhaupt an? Wann kauft jemand zu oft? Wie viele Orgasmen sind zu viele? Was genau passiert in den Gehirnen der Getriebenen? Und warum?

Die Fachleute, die von "Verhaltenssucht" sprechen, argumentieren mit Erkenntnissen über das pathologische Glücksspiel, das bereits seit den 80-er Jahren intensiver erforscht wird. Zwar sind auch hier viele Wirkzusammenhänge noch nicht geklärt, aber es gibt Hinweise auf Fehlfunktionen in den Gehirnenvon krankhaften Spielern, die ebenfalls bei Substanzsüchtigen beobachtet wurden: Zeigt man etwa beiden Gruppen Bilder vom Spiel beziehungsweise von ihren Drogen, sind bestimmte Areale des Gehirns ungewöhnlich wenig aktiv. Je geringer die Resonanz, desto geringer ist auch die Kontrollfähigkeit der Versuchspersonen - und desto stärker die Sucht. Auch weiß man, dass in beiden Fällen bestimmte Enzyme des Hirnstoffwechsels vermindert sind. Dass Medikamente zur Behandlung von Drogensüchten in einigen Studien auch bei sogenanntenImpulskontrollstörungen Wirkung zeigten - während Arzneien gegen dieDopaminmangelkrankheit Parkinson in Einzelfällen krankhaftes Spielverlangen, Kaufzwang, Hypersexualität, Essstörungen und gesteigerten Alkoholkonsum auslösen können. Vor allem aber weiß man, dass die psychischen und sozialen Folgen der "Verhaltenssüchte" an die der klassischen Abhängigkeitenheranreichen können: Die Getriebenen verlieren die Kontrolle über ihr Tun, die Droge rückt in den Mittelpunkt ihres Lebens, sie brauchen immer mehr davon, sie können nicht aufhören, auch wenn sie merken, dass sie sich selbst schaden. Am Ende hat mancher sein ganzes Geld und sein soziales Netz verloren.

 

Einig sind sich die Experten darin, dass noch viel zu tun ist. Neben dem Klassiker Glücksspiel wurde in den vergangenen Jahren vor allem die "Kaufsucht"untersucht, darüber existiert sogar eine repräsentative Befragung aus dem Jahre 2001, mit der sich die Risikogruppe in Deutschland abschätzen lässt. Die Untersuchung der Konsumforscher Gerhard Scherhorn, Lucia Reisch und Gerhard Raab erfasste Menschen, die ihr eigenes Kaufverhalten problematisch fanden. Die oft einen unwiderstehlichen Impuls spürten, etwas zu erstehen. Die häufig Dinge gekauft hatten, die sie sich nicht leisten konnten oder die sie gar nicht brauchten. Das Ergebnis: Rund acht Prozent der Bevölkerung in den alten und etwa sechs Prozent der Bürger in den neuen Bundesländern sind danach stark"kaufsuchtgefährdet" - etwa viereinhalb Millionen Deutsche.

Anfallartig auftretender Kaufdrang

Verschiedene Forscher versuchen, das Wesen des Kick-Kaufs zu ergründen, herauszufinden, was ihn mit den klassischen Süchten verbindet. Die Ärztin und Diplompsychologin Astrid Müller und ihr Team von der Uni-Klinik Erlangen fanden bei ihrenUntersuchungen eine "überdurchschnittliche Impulsivität", die es denProbanden offenbar unmöglich mache, bei Langeweile und Niedergeschlagenheit dem anfallartig auftretenden Kaufdrang zu widerstehen. Von Migräneattacken,Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken beim Versuch, dem Shopping-Drang nicht nachzugeben, ist in Protokollen die Rede, die der Psychologe und Marketing-Professor Gerhard Raab und sein Team von der Fachhochschule Ludwigshafen ausgewertet haben. Klare Entzugserscheinungen, interpretiert Raab.

ErsteHilfe für Extrem-Shopper

1.Machen Sie sich bewusst, auf welche Reize oder Situationen Sie mit Kaufenreagieren.
2. GebenSie Ihre Kreditkarten oder Kundenkarten zurück, und zahlen Sie nur noch bar.
3. KaufenSie, soweit möglich, nicht zu konsumstarken Zeiten ein - also nicht bei Schlussverkäufen, in der Vorweihnachtszeit oder bei Ausverkäufen.
4.Entzaubern Sie Schuhe oder Kleidung, indem Sie - wenn möglich - mehrere zur Auswahl mit nach Hause nehmen und erst dort, außerhalb der verführerischenKaufatmosphäre, ein Produkt auswählen.
5.Schreiben Sie eine Liste aller Gegenstände, die Sie bereits im Kaufrausch erworben haben. Nehmen Sie diese Liste beim Einkaufen immer mit.
6. FührenSie ein Haushaltsbuch und erfassen Sie darin alle Ein- und Ausgaben.

Quelle: Lucia A. Reisch, Michael Neuner, Gerhard Raab: Zur Entstehung undVerbreitung von "Kaufsucht" in Deutschland. Bundeszentrale fürpolitische Bildung (B1-2/2004)

Dosissteigerungenwiederum fallen bei vielen "Kaufsüchtigen" weniger auf als bei Trinkern oder Junkies. Weil durchschnittlich zehn Jahre vergehen, bi sBetroffene sich überhaupt in Behandlung begeben - und weil die Steigerung aufeiner Ebene stattfinden kann, die nicht sofort ins Auge fällt: Statt immer mehr und immer häufiger wird oftmals immer teurer gekauft, immer gefährlicher am Abgrund der finanziellen Existenz getänzelt. "Bei mir hatte es 1974 mit ein paar unnötigen Käufen begonnen", erzählt der Fürther Ulrich Knapp."Werkzeuge in doppelter und dreifacher Ausführung, immer wieder eine neue Kamera und andere Fotomaterialien, Fachbücher. Aber mit der Zeit wollte ich immer wertvollere Sachen, immer ausgeklügeltere Hightech-Ausrüstungen und kostspielige Bildbände." Am Ende plünderte er sogar heimlich den gemeinsamen Bausparvertrag, den er und seine Frau abgeschlossen hatten. Um neue Superkameras bezahlen zu können.

Auch die Sexsucht kennt Steigerungen jenseits aller Zahlen und Werte: "Es gibt Männer, die haben sich den Kick anfangs noch über normale Pornoseiten verschafft", berichtet die hannoversche Psychotherapeutin Kerstin Zwitzers aus ihrer der zeit laufenden Studie zur Internet-Sexsucht. "Aber irgendwann reicht das einigen nicht mehr aus, und sie suchen nach Bildern, die sie als verboten empfinden." Websites, die blutjunge Mädchen beim Sex zeigen. Oder Perversionen. "Natürlich machen einen nicht immer dieselbenBilder scharf ", erzählt Frank Fuller "Man sucht schon immer wieder neue Websites, andere Frauen, andere Stellungen. Irgendwas halt, woran sich das Auge noch nicht so gewöhnt hat."

 

Zwei Stunden Internet-Porno. Drei. Sechs. Zehn. Was ist noch normal, und wo fäng tdas Problem an? Ob Paris Hilton shoppingsüchtig ist, könnte nicht mal ein Berg von Kaufquittungen beweisen, ein Unternehmer, der mit Burnout-Syndrom und Hörsturz im Krankenhaus landet, ist nicht zwingend arbeitssüchtig, und selbst fünf Orgasmen täglich bedeuten vielleicht nur puren Spaß und mit nichten eineSexsucht. Auch wenn die Wissenschaft sich bei der Frage nach dem Zuviel noch nicht festlegen kann - es gibt eine Antwort von innen. Frank Fuller fühlte sich nach jeder Jagd nach dem schnellen Abenteuer "wie ein notgeiler Widerling". Ulrich Knapp empfand sich nach Kaufattacken als "klein, schmutzig, wertlos". Und Sieglinde Zimmer- Fiene sagt: "Schon wenn ich den Laden verließ, habe ich mich furchtbar geschämt. Die Tüten habe ich nach dem Einkauf fast immer in irgend einem Schrank versteckt."

 

Übernommen aus ...Ausgabe08/2008

Fatal positives Image

Menschen,die an so Alltäglichem wie Arbeit oder Einkauf scheitern, bleiben lange allein mit ihrer Scham. Weil ihr Problem von anderen nicht ernst genommen wird: Wenn eine. wie Sieglinde Zimmer- Fiene, mit zehn Tüten die Boutique verlässt, begleitet sie eher Neid, als Mitleid; wenn ein Unternehmer wie Thomas Ehlert nu rnoch für seine Firma lebt, beklatscht man Arbeitseinsatz und Karriere; einer ,der so viele Frauen findet, wie Frank Fuller, erntet bei seinen Kumpels vielleicht sogar joviales Schulterklopfen. Was ist verkehrt am Kaufen, am Arbeiten, am Sex? Soll sich nur keiner beklagen, höchstens zusammenreißen. Besonders der "Arbeitssucht" haftet ein fatal positives Image an. Bienenfleiß, Verantwortungsbewusstsein und Ehrgeiz werden damit verbunden. Dabei ist das wahre Gesicht des Psychophänomens eine Fratze: "Viele Arbeitssüchtige können nur schlecht delegieren oder mit Mitarbeitern umgehen und sind unfähig, Entscheidungen zu treffen", weiß Wirtschaftswissenschaftlerin Ulrike Meißner, die die Folgen für Unternehmenuntersucht hat. Oft verzetteln sich die Betroffenen, sie verlieren in Krisensituationen ihren Kopf, können sich und ihre Kräfte nicht realistisch einschätzen, trauen niemandem - und weigern sich zu allem Unglück, an ihremVerhalten etwas zu ändern. "Schlimmstenfalls geht die ganze Firma dabeikaputt", sagt Meißner. "Ein Arbeitssüchtiger, der so krank wird, dasser als solcher auffällt, hat vorher womöglich schon eine Reihe anderer Angestellter in die Kündigung getrieben." Mit Produktivität ist das Unvermögenzu entspannen selten verbunden. Viele Problemarbeiter fühlen sich von ihrenAufgaben so erdrückt, dass sie zwar wild, aber nicht zielgerichtet agieren.

Wer alltägliches nicht mehr im Griff hat, hält das oft für eine persönliche Schwäche, ein einsames Leiden. Bernhard Croissant, Leiter der Psychiatrieabteilung des Kreiskrankenhauses Sigmaringen, beobachtete bei Patienten mit Kaufproblemen: "Die meisten wenden sich erst an uns, wenn sie auch emotional unter der Schuldenlast fast zusammenbrechen, doch zunächst meist wegen Depressionen oder Angstzuständen. Bei uns hören sie dann, dass ihre Krankheit einen Namen hat. Da sind die oft richtig erleichtert."Zwei Drittel gehen erst zum Therapeuten, wenn ihr Tun bei der Ehefrau oder anderswo aufgeflogen ist", bestätigt Kerstin Zwitzers für ihre"Sexsucht"-Probanden. "Wenn wir ihr Problem einordnen und erklären, sind sie fast dankbar."

Ständiger Begeleiter: die Depression

Allerdings müssen sich dann viele gleich mehreren Diagnosen auf einmal stellen - denn Extremverhalten kommt selten allein. Häufig paart es sich mit anderen, oftstofflichen Abhängigkeiten oder mit weiteren psychischen Malaisen wiePanikattacken oder Depressionen. "Die Hälfte der Sexsuchtpatienten kämpft an anderer Front auch als Workaholic um Kontrolle über ihr Leben",bestätigt Uwe Hartmann, Professor für Klinische Psychologie an derMedizinischen Hochschule Hannover. "Auch zum ADHS, demAufmerksamkeitsdefizitsyndrom, gibt es offenbar eine Verbindung." Das problematische Kaufen wiederum findet sich unter anderem gekoppelt an Ängste und Essstörungen, an Alkohol- oder anderen Drogenmissbrauch, an krankhaftes Glücksspiel und exzessive Internetnutzung. Ständige Begleiter fast aller"Verhaltenssüchte": die Depression. Sie kann den Nährboden abgeben,auf dem ein Extremverhalten erst gedeiht - oder sie entsteht im Gegenteil als sein Ableger.

Expertenbeobachten, dass bestimmte Charaktere besonders häufig unter den Problemfällen sind. Den Drang zu übermäßigem Sex fand Klaus Michael Beier, Leiter des Institutsfür Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Berliner Charité, vor allem bei Patienten, denen die Fähigkeit fehlt, Bindung, Nähe und Vertrauen aufzubauenund mit Krisen und Gefühlen umzugehen. Männer, denen Anerkennung und Selbstschätzung wichtiger sind als dem Durchschnitt, ortete Kerstin Zwitzers besonders häufig unter den Probanden für ihre Kaufzwang-Studie. "Die empfinden es als besonders schlimm, allein zu sein, können Vorwürfe und Kritiknur schlecht ertragen, können nicht Nein sagen. Der Druck, der sich dabei aufbaut, führt zu ständiger innerer Gespanntheit, während sie sich bemühen,nach außen ganz locker zu wirken." Eine tiefe, existenzielle Angst vermutet Holger Heide, Leiter des Bremer Instituts für sozialökonomische Handlungsforschung (Seari), hinter exzessivem Arbeiten: "Angst kann man nicht vermeiden, man kann sie nur verdrängen. Das gelingt ‚Arbeitssüchtigen‘durch die völlige Konzentration auf ihre Aufgaben." Eine Art Flucht in denTunnel also. Wie beim exzessiven Shoppen: Aller Seelen Traurigkeiten,tiefsitzenden Ängsten und Unsicherheiten wird ein kurzer Moment der Euphorie über gestülpt - der Kick beim Konsum. Die Euphorie freilich ist flüchtig, der Absturz danach häufig um so tiefer.

 

Wer die Kontrolle über sein Verhalten verliert, schleppt oft schwer an seinem Kindheitserbe: So stießen viele Probanden, die sich im Internet stundenlang mit scharfen Bildern Lust machen, schon als Kinder auf Pornos aus Papas Nachttischschublade - oder bekamen Sex als schmutziges Beiwerk präsentiert."Sex war in meiner Familie nie positiv besetzt", erzählt FrankFuller, "man sprach auch nicht darüber. Im Zusammenhang mit Gefühlen ,Zärtlichkeiten und Liebe lernte ich das gar nicht kennen." Nicht wenige Extremarbeiter wurden bereits im Elternhaus auf Leistung gedrillt, und spätere Kick-Käufer lernten schon als Kind, dass Konsum glücklich macht. "Was ich an Liebe von meinen Eltern nicht kriegte, kompensierte ich mit materiellenWerten", erinnert sich Sieglinde Zimmer-Fiene. "Statussymbole waren wichtig, waren der einzige Beweis, dass man wer ist." Extremverhalten oder Sucht - manchmal eben auch ein Familienerbstück, das von einer Generation an die nächste weitergereicht wird.

 

Weg aus der Qual

Aufhören, sein lassen, die Einbahnstraße verlassen - aber wie? Alkohol und Drogen kannman entkommen, indem man ihnen abschwört, auch dem Nikotin oder demGlücksspiel. Aber ums Kaufen und Arbeiten kommt man nicht herum, und Sexualitätgehört nun mal auch zum Leben. Menschen, die damit ein Problem haben, sindlebenslang mit ihrem "Suchtmittel" konfrontiert; sie könnenbestenfalls lernen, damit umzugehen. Wenn sie sich an einen Profi wenden. Erstdort kann eine Art Fahrplan für den Weg aus der Qual festgelegt werden.

Bislang gibt es kaum umfassende wissenschaftliche Bewertungen zur Behandlung von exzessivem Kaufen, Arbeiten, Sex. Manchmal werden Medikamente eingesetzt."Serotonin-Wiederaufnahme- Hemmer mildern den Drang vielerSexsüchtiger", sagt etwa Uwe Hartmann. "Es scheint dieFantasieproduktion zu drosseln." US-Ärzte empfehlen in ähnlichen Fällen,auf die häufigen psychischen Begleiterkrankungen zu achten und die Medikamentenbehandlung an ihnen zu orientieren. Auch die Symptome der "Kaufsucht" werden manchmal mit Pharmaka bekämpft: Wo möglich helfen hier bestimmte Antidepressiva oder ein sogenannter Opiat-Antagonist - ein Wirkstoff, der in der Entwöhnung von Heroinsüchtigen eingesetzt wird.

Ein sinnvoller Weg, dem Problem zu Leibe zu rücken, ist wahrscheinlich die Psychotherapie, etwa eine kognitive Verhaltenstherapie. Ziel ist es dabei, den Betroffenen zu zeigen, in welchen Situationen oder durch welche Auslöser sie besonders leicht die Kontrolle verlieren - und wie sie sich aus solchenVersuchungen retten. Ihnen Strategien zu vermitteln, mit denen sie Ängsten und Unsicherheiten begegnen können und die zur Ablenkung taugen. Einer Frau, die sich im Kaufrausch stets ins Auto setzte und in ein großes, über eine Stunde weit entferntes Stuttgarter Kaufhaus fuhr, empfahl Gerhard Raab, bei den erstenAnzeichen der inneren Druckwelle eine Freundin anzurufen oder eine Runde laufen zu gehen. Außerdem gilt es, ein paar Sicherheitstüren im Alltag einzubauen."Ich habe keine Kreditkarte mehr, und meine EC-Karte verwaltet jetzt meine Lebenspartnerin", erzählt Ulrich Knapp. Bar zahlen zu müssen dämpft denKaufrausch ungemein. "Bei einer Karte bleibt das Zahlen abstrakt; das ist ganz anders, wenn man einen 50- oder 100- Euro-Schein weggeben muss", bestätigt Raab.

Krankenkassen übernehmen Therapie

"Psychologischgesehen ist das wie eine Bestrafung." Die Wirksamkeit einer dreimonatigen Gruppenverhaltenstherapie hat die Erlanger Forschungsgruppe um Astrid Müllergerade an 60 Exzesskäufern untersucht, die Ergebnisse werden erst in den nächsten Monaten veröffentlicht. Sie seien aber durchaus erfolgversprechend, sagt Astrid Müller. Schon jetzt übernehmen die Krankenkassen in der Regel eine Verhaltenstherapie inklusive eventueller Medikamentengabe - auch wenn dasProblem der Extremhandlungen nicht als "Sucht" durchgeht.

Als Therapiebaustein für Arbeitssüchtige empfehlen viele Psychologen, die Betroffenen über alle Aktivitäten des Tages genauestens Buch führen zu lassen und damit Anspannungs- und Entspannungsphasen zu analysieren. Eine Therapieüber sechs Wochen bietet unter anderem die Hardtwaldklinik II in Bad Zwestenan.  Aber: Arbeitssüchtige haben keine Zeit dafür. "Ein dringend therapiebedürftiger Unternehmensberater wollte mich mal auf drei Wochen runterhandeln, weil er sich unmöglich so lange Urlaub nehmen könne",erzählt der leitende Psychologe der Hardtwaldtklinik Peter Berger. "Dann hater mich ein halbes Jahr lang aus den USA, der Türkei und Peking angerufen, um immer wieder den Termin zu verschieben. Schließlich kam er in die Klinik, hatte sich aber vorsichtshalber direkt im Anschluss an die Therapiezeit eine wichtigePräsentation gelegt. Damit er sicher sein konnte, dass er auch pünktlich wiederrauskäme." Ein Problem, das auch Thomas Ehlert gut nachvollziehen kann.Als er sich endlich durchgerungen hatte, sein Problem mit Hilfe einerPsychologin anzugehen, konnte er kaum stillsitzen: "Ich dachte während derSitzung immer nur daran, was ich in dieser einen Stunde alles hätte erledigenkönnen - und ging schließlich nicht mehr hin."

Als Nachbehandlung empfehlen die meisten Therapeuten eine Selbsthilfegruppe, um denZustand nach der Therapie stabil zu halten. Auffällig: Viele Selbsthilfegruppenhaben ihre Grundsätze an die zwölf Schritte der "AnonymenAlkoholiker" angelehnt - die "Anonymen Sexaholiker" (AS) sehenden Sieg über das Übel sogar erst in der völligen Enthaltsamkeit. Was Selbsthilfegruppenletztlich bewirken, ist noch nicht erforscht. Weil das Kommen und Gehen dortlangfristige Studien kaum zulässt. Bei Extremarbeitern ist dieSelbsthilfegruppe sogar umstritten: weil sie darin womöglich wieder ein neuesBetätigungsfeld finden, in das sie ihre Energien stecken, wo sie perfekt sein können.

Immer eine Versuchung

Es gibt eine Umkehr. Aber zum Startpunkt, dorthin, wo alles begann, gelangt mannicht mehr. Wie bei den stofflichen Süchten bleibt das Suchtmittel auch nachder Entwöhnung fast immer eine Versuchung. Ein schlummernder Tiger."Geheilt bin ich nicht", sagt Sieglinde Zimmer-Fiene. Nach achtJahren Aufenthalt in einer forensischen Klinik gründete sie 2002 eineSelbsthilfegruppe: "Mein Zustand entspricht dem eines trockenen Alkoholikers."Dank ihrem Ehemann, ist sie überzeugt, "habe ich die Sucht abermittlerweile im Griff ".

ThomasEhlert hat nach einem Zeitmanagement- Coaching einiges in seinem Lebengeändert: Er hat sich einen Partner in die Firma geholt, eine Assistentin dazu,er hat Macht abgegeben und gönnt sich mehr Freizeit. Trotzdem weiß er: Nochimmer ist die Firma seine Geliebte, die Nummer eins in seinem Leben.

Auch Frank Fuller ist sich darüber im Klaren, dass er erst den halben Weg geschafft hat.Er besucht eine Selbsthilfegruppe; nach seiner Scheidung vor vier Jahren hatteer immer wieder Beziehungen, aber "zu viel emotionale Nähe ertrage ichimmer noch nicht. Die löst nur Panik aus. Ein normales Verhältnis zu Sex habe ich bis heute nicht gefunden. Aber ich habe mich definitiv besser unter Kontrolle". Manchmal kommt die entscheidende Erkenntnis erst, wenn einem der Spiegel vorgehalten wird. "In unseren Gruppen sitzen ja nicht lauter Menschen mit nur einem bestimmten Extremverhalten", erzählt Hardwaldtklinik-PsychologeBerger. "Da kommt es vor, dass ein Arbeitssüchtiger von seinem Alltag erzählt, und einer unterbricht ihn und sagt: Genauso wie du hat mein Alter geredet, das kotzt mich an! Oder eine Frau sagt: Genauso ist mein Mann gewesen,deswegen habe ich mich scheiden lassen!" Momente wie ein Weckruf, stellte Berger fest: "Da beginnt bei vielen erst das Nachdenken."

*Namenvon der Redaktion geändert.
Mitarbeit: Tanja Masur

 

 

Die Braunschweiger Zeitung brachte am 19.07.2005 einen Artikel. 

https://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/472005/artid/4319297

 

 

Am 26.09.2006 wurde ich zu der Talkrunde "Menschen bei Maischberger eingeladen. Das Thema der Sendung am Diesntag 26. September 2006 um 22.45 Uhr: "Konsumterror- wer kauft, ist selbst schuld! 

http://www.daserste.de/maischberger/sendung_dyn~uid,lgcq54ri09gdmuh59j1td4sf~cm.asp

 

Zwei Wochen später wurde ich von SAT 1 zum Frühstücksfernsehen am 10. Oktober 2006 eingeladen.

 

 25.10.2006 Pathologisches Kaufen   Forschungsprojekt der Uni-Erlangen

Unter pathologischem Kaufen werden exzessive Kaufverhaltensweisen – Impulskäufe/Kaufzwänge/Kaufsucht – verstanden, die zu erheblichen sozialen und finanziellen Problemen führen und die starken Leidensdruck verursachen. Das Phänomen wird seit Frühjahr 2003 an unserer Abteilung systematisch erforscht. Betroffenen Menschen bieten wir eine störungsspezifische ambulante Gruppentherapie an. 

Die Behandlung umfasst insgesamt 12 ambulante Doppelstunden. Sie findet in Kleingruppen zu je acht bis zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern einmal pro Woche statt. Die Therapie orientiert sich an einem Verhaltenstherapie-Leitfaden. Eine eingehende psychologische Diagnostik vor der Therapie und nach Behandlungsende trägt zu einem besseren Verständnis dieses Beschwerdebildes bei. 

Ausführlichere Informationen erhalten Sie von der Uni-Klinik Erlangen

 

Uni Bonn  11.Oktober 2007 

Kaufsucht-Studie mit persönlicher Rückmeldung:

Was sind die Gründe für unkontrolliertes und süchtiges Kaufverhalten? 

Die Thematik des unkontrollierten und süchtigen Kaufverhaltens hat in den letzten Jahren große Beachtung in der Wissenschaft und der Öffentlichkeit erfahren. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen in verschiedenen Ländern haben sich mit dem Phänomen befasst. Die Untersuchungsergebnisse deuten an, dass sich die Tendenz zum unkontrollierten und süchtigen Kaufverhalten in der Gesellschaft in den letzten Jahren deutlich erhöht hat.

 Im Rahmen einer Kaufsuchtstudie der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein und des Universitätsklinikums der Universität Bonn wurden die neurologischen Grundlagen des süchtigen Kaufverhaltens untersucht. 
Aufgrund der relativ kleinen Anzahl von Personen, die an dieser Studie teilnehmen können, und aufgrund des Befunds, dass Frauen häufiger und stärker betroffen sind, richtet sich die Studie nur an Frauen. Sämtliche Daten werden absolut vertraulich und anonym behandelt. Darüber hinaus wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Untersuchung keinerlei wirtschaftlichen bzw. kommerziellen Interessen dient.

 

 

Zeitungsbericht der Neuen Presse Hannover vom 26.10.2007  VON ANNETTE ROSE

" Ich habe einen Blumenstrauß bekommen, sagt Sieglinde Zimmer-Fiene, nur ich. Sie klingt ein wenig amüsiert und gleichzeitig überrascht über das Zeichen der Anerkennung, das ihr zuteil wurde in Frankfurt bei der Vorstellung einer wissenschaftlichen Studie über Kaufsucht. “Die Studie stellt fest, dass 800000 Deutsche kaufsüchtig sind, sagt die Frau, die 2002 die hannoversche Selbsthilfe-Gruppe Kaufsucht bei Kibis-Kiss gegründet hat.
Frau Zimmer-Fiene war jahrzehntelang kaufsüchtig und hatte bei der Veranstaltung über ihre Sucht nach schönen Kleidern gesprochen, die ausgelöst wurde “durch meinen ständigen Kampf um Liebe und Anerkennung.³ Und die genau das Gegenteil bewirkt habe: hohe Schulden, Verurteilungen, acht Jahre Psychiatrie-Einweisung, Bruch mit der Familie, gesellschaftliche Ächtung ­und den eigenen Zusammenbruch. Und nun die plötzliche Anerkennung, “mit der ich nicht gerechnet hatte, sagt die 52-Jährige. Denn bei ihrem Bemühen,Kaufsucht öffentlich zu machen, sei sie auch oft auf Unverständnis und Ablehnung gestoßen. Und habe sich dann wieder hochrappeln müssen, um weiterzumachen: “Ich kämpfe heute über die Medien und bei Krankenkassen und Ärzten darum, das Kaufsucht als Krankheit anerkannt wird und Süchtige Hilfe bekommen. Kaufsucht wirke ähnlich erstörerisch wie Alkohol, Drogen und Spielsucht. Nur sei das viel zu wenig bekannt und werde verdrängt, “dennKonsumieren ist ja erwünscht. Wenn die Gier nach dem kurzen befriedigenden Kaufkick ständig wachse, wenn man das Gekaufte anschließend aus Scham verberge, Schulden steigen, Ausreden, Lügen und die Scham nach jeder neuen Attacke immer größer werden ­ “dann ist das krankhaft. Sie habe 2002 Lindes Selbsthilfe Kaufsucht gegründet, “weil mir Ärzte und Psychiater nicht helfen konnten. Die Suche nach Menschen, denen es ebenso ergehe wie ihr, “und mit denen ich ohne Angst Gedanken und Gefühle austauschen kann, haben mich vorangebracht. Sie habe sich die Auslöser ihrer Sucht bewusst machen können, und wie man sie in den Griff bekommen kann. “Ich muss mir die Welt nicht mehr schön kaufen, und bin stolz darauf, dass ich das geschafft habe. Die Arbeit in der Gruppe habe ihr Anerkennung gebracht ­ “sie ist meinLebenselexier ­ von dem noch mehr Betroffene profitieren sollen. Sieglinde Zimmer-Fiene und 17 Mitglieder der Gruppe haben ihre Erfahrungen aufgeschrieben.

 

Ein Beitrag wurde vom NDR3-Fernsehen am 11.12.07 gesendet. Den Link für den Beitrag finden Sie hier:

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,OID4465724_VID4467438_TYPrealhigh_LOCint,00.html

 

Januar + Februar 2008 im  STERN eine große Berichterstattung über stoffungebundene Süchte unter anderem KAUFSUCHT.

 

Ich habe am 16. 07. 2008 bei Radio Flora ein Radiointerview gegeben, was am gleichen Tag Live gesendet wurde.

 

Im Rausch der Tüten- wenn Kaufen zur Sucht wird.

Hannover, 18. Juli 2008. Sie sind keine Schnäppchenjäger, denn der Preis spielt keine Rolle. Es ist die Gier, teure Textilien, Schuhe, CD`s, Bücher oder Möbel zu kaufen. Die ist von 80.000 Kaufsüchtigen in Niedersachsen und rund 8000.000 Kaufsüchtigen in Deutschland, wobei die Dunkelziffer wesentlich höher ist. Aus der Kauflust ist eine Krankheit geowrden. Alleine kommen die Betroffenen aus dem Teufelskreislauf Bestellen, Kaufen und Verstecken nicht mehr heraus, so die Techniker Krankenkasse (TK) Niedersachen.

Nach Angaben von Experten ist Kaufsucht in Deutschland und den westlichen Industrienationen ein weit verbreitetes Phänomen. Sieben Prozent aller Erwachsenen sind kaufsuchtgefährdet. Die Tendenz zum süchtigen Kaufen hat in den letzten zehn Jahren spürbar zugenommen.

"Kaufsucht ist eine unauffällige Sucht. Sie kommt schleichend und wird immer massiver", so Ulrike Fiebach, Sprecherin der TK Niedersachen. Es ist der Drang, Dinge zu kaufen, die man nicht benötigt. Oft landen die Sachen unausgepackt in überquellenden Schränken und wurden vor der Familie und Angehörigen versteckt oder sogar weggeworfen. Kaufsucht ist ein Ersatz für Anerkennung, für fehlende Liebe, ein Füllen von innerer Leere, ein Trostpflaster, ein Partnerersatz. Kaufsucht geht oft mit Depressionen und Essstörungen einher. Frauen sind stärker betroffen als Männer.

"Kaufen löst ein unglaublicher Glückgefühl aus", so Sieglinde Zimmer-Fiene, Leiterin der Selbsthilfegruppe Kaufsucht und "trockene" Kaufsüchtige aus Hannver. "Meine Streicheleinheiten holte ich mir von der Verkäufern in unzähiligen Kaufhäusern, Geschäften und Boutiquen. Doch die innere Leere wird nur kurz befriedigt. Dann geht die Gier wieder von vorne los und der Drang ders Kaufens wird noch größer", so Zimmer-Fiene weiter. Betroffenen Männer kaufen vor allem technische Artikel, Auto- und Computerzubehör. Frauen dagegen Kleidung, Schuhe, Schmuck und Kosmetik.

Die Sucht zerstört wirtschaftliche und gesellschaftliche Existenzen ganzer Familien in Form von Überschuldung, Insolvenz und Abrutschen in die Kriminalität. Der psychische Zusammenbruch ist oft die Folge.

Kaufsucht, auch Oniomanie geannt (griechisch onios) ist eine psychische Störung. Sie äußert sich in zwanghaftem Kaufen. Wird der Betroffene am Kaufen gehindert, entwickelt er Entzugserscheinungen, die sich zum Beispiel im Herzrasen, Schweißausbrüchen und innerer Unruhe äußern. Die TK rät daher Betroffenen und Angehörigen, sich an eine Beratungsstelle, Selbsthilfgruppe oder einen Facharzt zu wenden. Durch eine Psychotherapie kann den Betroffenen frühzeitig geholfen werden. (Mitteilung von Ulrike Fieback von der TK-Niedersachen).

Anmerkung von Sieglinde Zimmer-Fiene. Allein in Niedersachen gibt es ca. 10.000 Kaufsüchtige Personen.

 

Weiterhin stand am 19.Juli 2008 in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung ein Bericht von Nicola Zellmer  über Kaufsucht.  Kaufsucht in Hannover  nimmt zu.

 

Ein Beitrag lief bei RTL-Aktuell am 22. Juli. 2008 um 18.45 Uhr
http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuell_videoplayer.php?article=20772

 

Am 22. Juli 2008 wurde ein Bericht im Handelsblatt veröffentlicht.
http://www.handelsblatt.com/video/journal/_b=2014576,_p=542,_t=ft_video,title=kaufsucht-ist-heilbar

 

Im ZDF hat am 22.07.2008 im Magazin Frontal 21 um 21.00 Uhr ein Bericht über die Kaufsuchtstudie gezeigt.
Der Link zur Sendung:

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,7271498,00.html

 

Ich war am 21.Juli und 22.Juli 2008 in der Erlangen bei der Vorstellung der Kaufsuchtstudie von Frau Dr. Müller

Erfolgreiche Studie wurde am 22.07.08 in Erlangen vorgestellt mehr... .http://www.uni-erlangen.de/infocenter/meldungen/2008/forschung/30.shtml

 


Ein Bericht lief in der ARD vom 22.Juli 2008 im Mittagsmagazin.
http://www.br-online.de/mittagsmagazin/2207kaufsucht.shtml
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/780814

 

 

   

Am Samstag den 26.07.2008 fand auf Antenne Bayern ein Radiotalk von 14.00 bis 15.00 Uhr statt.
Kaufsucht – Shoppen bis der Arzt kommt. Tipps gegen den Einkaufswahnsinn

Unterstützt wird sie dabei von unseren Studiogästen:
Dr. Astrid Müller: Leiterin der Studie "Kaufsucht" vom Uni-Klinikum Erlangen
Ulrich K.: Der Nürnberger war über 30 Jahre lang kaufsüchtig und hat über 100.000 Euro Schulden
...und unseren Telefongästen:
Sieglinde Zimmer-Fiene: Die Kaufsüchtige aus Hannover gründete 2002 eine Selbsthilfegruppe, mit deren Hilfe Sie es geschafft hat „trocken“ zu werden.
PD Dr. Kai-Uwe Hellmann: Er ist wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Konsumforschung an der TU Berlin.

http://www.antenne.de/antenne/radio/sendungen/samstalk.php

 

Am 01.08 2008 lief auf HR 2 Radio in der Sendung "DER TAG" folgendes Interview:
“Ich bin doch nicht blöd…” - wer daran glaubt und die Warenhäuser wie in Trance durchstreift und kauft, was ihm in dieFinger kommt, der findet sich vielleicht schnell in einer Suchtklinikals kaufsüchtiger Patient wieder. Kaufsüchtige sind Gefangene in einem kulturspezifischen Verhaltensexzess. Konsumieren, um zu kompensieren -diagnostizieren die Psychologen und schicken immer mehr jüngereMenschen zur Behandlung in die Klinik. Ist unsere Gesellschaft imKaufrausch, obwohl die Leute immer weniger in der Tasche haben? Fragtirritiert DER TAG.Sieglinde Zimmer-Fiene, ehemalige Kaufsüchtige, Macherin der Internetseite.Dr. Astrid Müller, Oberärztin Psychosomatik, Universitätsklinikum Erlangen
Hans Georg Häusel
, Psychologe, Neuromarketing-Experte
Prof. Werner Plumpe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Moderation: Angela Fitsch

 

 


Am 24. August 2008 lief bei SAT 1 "Planetopia"  

http://www.planetopia.de/

 

In der neueste Ausgabe der Zeitschrift "Extra am Mittwoch"  in Goslar vom 27. August 2008 ist folgender Artikel: www.extra-am-mittwoch.de.  

 

Am 18. Dezember 2008 erschien eine Artikel in der Hannoversche Allgemeine Zeitung über die Neuauflage meines Buches.

Die Finanzkrise lässt so manch einen die Sparsamkeit neu entdecken. doch was ist, wenn das Kaufen zur Krankheit wird und man einfach nicht mehr aufhören kann? In ihrem Buch "Kaufsucht - mein Leben durch die Hölle" (Tinto-Verlag, 16,95 Euro) schildert Sieglinde Zimmer-Fiene von der Selbsthilfegruppe Hannover ihren Leidensweg und lässt auch andere Kaufsüchtige zur Wort kommen. ein schonungsloser Bericht, dem man die Betroffenheit der Autorin anmerkt.
Verantwortlich: Nicola Zellmer

 

Am 10. Dezember 2008 war ich zu der Talksendung des WDR-Fernsehen eingeladen.
Dellings-Woche zusammen mit Dr. T. Klein von der Klinik Münchswies. Herr Klein war eine Woche zuvor mit Prof. Dr. Raab, auch auf unserer Info-Verstaltung über Kaufsucht.
Der link vom WDR:
http://www.wdr.de/tv/dellings_woche/sendungsbeitraege/2008/1210/kaufsucht.jsp